Interkulturelles Lernen mit Quinoa

Projekt mit "Bunte Brise" e.V. fand zum zweiten Mal statt

Zum zweiten Mal fand am OHG das Spanischprojekt für die Klassen 7 bis 10 statt. Ziel war es, die interkulturelle Kompetenz der Schülerinnen und Schüler zu fördern und ihr Interesse an globalen Zusammenhängen zu wecken. Hierzu setzten sie sich in unterschiedlichen Workshops mit Themen rund um das südamerikanische Getreide Quinoa auseinander: Ökologie, Kultur, Frieden, Soziales, Wirtschaft und Demokratie. Das übergreifende Lernziel war eine Sensibilisierung für die Umweltproblematik bei biologischen Produkten. Die Schülerinnen und Schüler diskutierten unter anderem über die Stärken und Schwächen der Region, führten ein Rollenspiel zum Thema fair gehandelter Kakao durch, wurden auf die Notwendigkeit der Erhaltung der Biodiversität hingewiesenund lernten einen Tanz der peruanischen Ureinwohner kennen. Durchgeführt wurden die Workshops von Referenten des Heidelberger Vereins "Bunte Brise". Dieser bietet im Rahmen der Entwicklungspolitik in der Region Baden-Württemberg verschiedene Projekte an Schulen an. Die Referenten vermittelten authentisch und mit viel Begeisterung die jeweiligen Themen und regten die Schülerinnen und Schüler zum Nachdenken und zum Perspektivwechsel an.


Spanischlehrerin Johanna Hähnle hat Rückmeldungen von Teilnehmerinnen und Teilnehmern eingeholt und wie folgt zusammengefasst:

"Die Idee, ein Spanischprojekt zu machen, fanden die meisten sehr gut. Dazu wurden im Rahmen eines Vormittags jeweils zwei verschiedene Workshops angeboten. Nicht alle Workshops wurden dabei als gleich sinnvoll, neugiererregend oder informativ empfunden.

Das Tanzen von indianischen Tänzen, das von zwei Schwestern aus den Anden angeleitet wurde, machte den meisten Schüler*innen Spaß. Auch die Möglichkeit, die selbstgemachten Kleider der Ureinwohner anzuprobieren und sich damit fotografieren zu lassen, gefiel ihnen gut. Dass Jungen und Mädchen zusammen tanzen sollten dagegen weniger.

Ein Workshop, in dem eine Südamerikanerin viel über Kultur, Religion und Lebensweise erzählte, kam gut an, auch weil sie nicht rein folklorisch blieb, sondern besonders die Versklavung und Ausbeutung damals und heute thematisierte.

Manche Teile der Workshops wurden als zu lang empfunden und insgesamt wurde geballtere Information und eine weniger kindliche Herangehensweise eingefordert.

Dabei waren es allerdings gerade die älteren Schüler*innen der 10. Klasse, die dem Projekt viel abgewinnen konnten, da manche Themen ihnen schon aus dem Unterricht bekannt waren.

Ein Dank geht an die Mitarbeiterinnen der Initiative „Bunte Brise“, die den Jugendlichen einen Anstoß gaben, sich mit den Verhältnissen in Lateinamerika auseinanderzusetzen. Vielen Dank auch den Schüler*innen für ihre Aufnahme- und Mitmachbereitschaft."