Tolle Vorlese-Leistungen trotz schwieriger Rahmenbedingungen

Tim Stucke (6d) ist Schulsieger beim OHG-Vorlesewettbewerb

Ein Vorlesewettbewerb, der mit Masken ausgetragen wird, stellt die Beteiligten vor große Herausforderungen. Nicht nur die Mimik des Vorlesenden bleibt nahezu unsichtbar. Gemeinsam mit den Aerosolen werden auch die Schallwellen gefiltert, so dass man ganz besonders akzentuiert und deutlich sprechen muss.

Die vier Kandidatinnen und Kandidaten, die ihre Klasse beim OHG-Schulentscheid des diesjährigen Vorlesewettbewerbs vertreten durften, nahmen die diesjährigen Rahmenbedingungen sportlich und ließen sich von ihnen nicht aus der Ruhe bringen. Verstehen konnte das Publikum, das aus jeweils drei Mitschülern sowie der Jury bestand, sie jedenfalls sehr gut. Man sei sehr froh, so Organisatorin Nicole Klasen, dass der Vorlesewettbewerb in diesem Jahr überhaupt stattfinden könne.

Nachdem in der ersten Runde jede(r) sehr souverän einen vorbereiteten Text gelesen hatte, wurde den Kindern in der zweiten Runde ein vorher unbekanntes Werk vorgelegt. Nun mussten Niklas Weinmann (6a), Marie Kuhfuß (6b), Matilda Graf (6c) und Tim Stucke (6d) spontan aus Kirsten Boies Kinderbuch „Thabo – Detektiv und Gentleman“ vorlesen. Es war erstaunlich, wie gut es allen gelang, die Stimmung der in Swasiland angesiedelten Geschichte aufzunehmen und auch souverän mit schwierigen Ortsnamen auf Siswati und Englisch umzugehen. Die Jury bewertete kleine Versprecher natürlich nicht, sondern achtete vor allem auf die Lesetechnik und die Interpretation des Vorgelesenen. Aufgrund seiner souveränen, unaufgeregten und dennoch sehr geistesgegenwärtigen Vortragsweise kürten die sechs Deutschlehrkräfte Tim Stucke als Schulsieger. Tim darf das OHG im Februar beim Vorlesewettbewerb auf Kreisebene vertreten. Die anderen drei Kandidaten, so betonte Nicole Klasen, dürften keinesfalls traurig sein. Es sei dieses Jahr ganz besonders schwer gewesen, eine Entscheidung zu treffen, da alle vier Kinder ausgesprochen versierte Vorleser seien.