Amazonas-Projekt mit "Bunte Brise"

Spanisch-Klassen tauchten in die Vielfalt der Amazonas-Region ein

Am letzten Donnerstag im Schuljahr fand ein Projekt zum Thema Amazonas für die Spanischklassen (8 bis J1) statt. Ziel war es, die interkulturelle Kompetenz der Schülerinnen und Schüler zu fördern und ihr Interesse an globalen Zusammenhängen zu wecken. Hierzu setzten sie sich in unterschiedlichen Workshops mit dem Themenkomplex Amazonas auseinander: Die Schülerinnen und Schüler diskutierten unter anderem über die Stärken und Schwächen der Region, führten ein Rollenspiel zum Thema fair gehandelter Kakao durch, setzten sich mit Migration im Kino auseinander und lernten einen Tanz der peruanischen Ureinwohner kennen. Durchgeführt wurden die Workshops von Referenten des Vereins „Bunte Brise“. Dieser bietet im Rahmen der Entwicklungspolitik in der Region Baden-Württemberg verschiedene Projekte an Schulen an. Die Referenten vermittelten authentisch und mit viel Begeisterung die jeweiligen Themen und regten die Schülerinnen und Schüler zum Nachdenken und zum Perspektivwechsel an. Die Organisation des Projekttages lag in den Händen der Spanischkollegin Ana E. Diaz Blanco.

Die Resonanz der beteiligten Schülerinnen und Schüler war sehr positiv, wie sich an den folgenden Rückmeldungen zeigt:
 
Wir hatten zwei Workshops. Der erste hieß „Tanz aus dem peruanischen Urwald“. Die Tanzlehrerin Lourdes erzählte uns anfangs mithilfe eines Schätzspiels etwas über die Anakonda und studierte danach mit Stoffanakondas einen Tanz mit uns ein. Im Anschluss an diesen zweistündigen Workshop begann nach einer kurzen Pause der Workshop mit dem Thema „Amazonien – Ein bittersüßer Gottestrank – Kakaoanbau und seine Folgen“. Mit Catherine setzten wir uns zunächst mit Amazonien, der Kolonialzeit, Kinderarbeit und der Wertschöpfungskette von den Kakaobohnen bis zur fertigen Schokolade auseinander. In Form einer Gruppenarbeit beschäftigten wir uns mit der Frage, ob der Kakaoanbau für alle Beteiligten fair abläuft. Die Gruppenarbeit lief auf eine Fernsehshow hinaus, bei der eine Person aus jeder Gruppe in der zugeteilten Rolle (Kakaobauer, Unternehmen, Konsument und Umweltaktivist) von ihren Arbeitsergebnissen berichtete. 
Alles in allem lässt sich sagen, dass das Projekt lehrreich und anschaulich gestaltet war und uns so kurz vor den Sommerferien viel Freude bereitet hat.
(Judith L., Klasse 8a)

Die verschiedenen Workshops haben uns Schülern und Schülerinnen viele Einblicke in die Kultur, das Leben, aber auch in die Sprache in Lateinamerika gegeben. Wir haben auch viel über das dort liegende Gebiet, den Amazonas, erfahren, wobei wir auf Konflikte bezüglich der Umweltgerechtigkeit und des Klimawandels hingewiesen wurden. Außerdem bekamen wir durch Interviews Einblicke, welche Probleme die Ureinwohner Lateinamerikas durch die wirtschaftliche Entwicklung wie z.B. die Abholzung des Regenwaldes haben, aber auch wie wir etwas dagegen unternehmen und helfen können. Auch über den Kakaoanbau gab es viel Interessantes zu lernen, obwohl es uns ein bisschen erschütterte, dass dieser oft in Kinderarbeit bewerkstelligt wird. (Jolin G., Klasse 8b)

Mir haben die Workshops ausgesprochen gut gefallen. Ich empfand beide Workshop-Schichten als gut organisiert und höchst interessant. Wir Schülerinnen und Schüler wurden ins Geschehen eingegliedert und führten interessante Gruppen- und Einzelarbeiten durch. Ich war sehr froh, sowohl über das Thema „Klimawandel und Migration“ als auch über den Amazonas und seine Bewohner so gut verständliche Informationen bekommen zu haben. (Marlena K., J1) 

Die Workshops haben mir noch einmal vor Augen geführt, wie die Umwelt und die Wirtschaft zusammenhängen. Auch das Thema der indigenen Völker hat mir gut gefallen, da es ein neuer kultureller Eindruck war. (Finia M., J1)