Jedes Jahr wird in Baden-Württemberg ein Wettbewerb im Fach Bildende Kunst ausgetragen, so auch 2025.
Youmilyne Kamany, eine Schülerin aus dem diesjährigen Abiturjahrgang, hat mit ihrem Portraitbeitrag die Jury überzeugt und es geschafft. Sie ist eine der insgesamt acht Sieger:innen in Baden-Württemberg. Hier erzählt sie davon, was sie dafür tun musste.
Alles fing damit an, dass vor ein paar Monaten eine Mitschülerin im Kunst-Leistungskurs fragte, ob jemand Interesse hätte, an einem Kunstwettbewerb teilzunehmen. Wer es unter die 40 Teilnehmenden in die zweite Runde schafft, dessen Werk werde im Oktober in Ludwigsburg ausgestellt.
Da es sich um einen landesweiten Wettbewerb in Baden-Württemberg handelt, hatten sich verschiedene Kunstschulen bereit erklärt, den Teilnehmenden ihre Ateliers, Werkzeuge und künstlerischen Mittel zur Verfügung zu stellen, so auch die KIKUSCH in Walldorf. Bei der Suche nach weiteren Teilnehmenden wurde die KIKUSCH auf unseren Kunst-Leistungskurs am OHG aufmerksam.
Die Zeit in der KIKUSCH war wirklich schön. Insgesamt stellten fünf weitere Personen gemeinsam mit mir dort ihre Werke fertig. Es wurde nicht nur auf Leinwänden gemalt, sondern auch gebaut und collagiert.
Nachdem ich mein Gemälde fertiggestellt und ein Foto sowie die dazugehörigen Informationen eingereicht hatte, erhielt ich nach einiger Zeit eine E-Mail mit der frohen Nachricht, dass ich in die zweite Runde der Auswahl der acht endgültigen Gewinner:innen gekommen war. Bald darauf wurde mir dann mitgeteilt, dass ich zusätzlich zu den Finalist:innen der zweiten Runde auch zu den acht entgültigen Gewinner:innen gehöre und damit eine Reise nach Wien gewonnen habe.
Das Thema des Wettbewerbs war "Am Rand". Da dies so ein vielseitiger Begriff ist, brauchte ich am Anfang lange, um mich zu entscheiden, in welche Richtung ich gehen könnte. Im Endeffekt habe ich mich dazu entschlossen, eine gesellschaftskritische Richtung einzuschlagen. Mein Gemälde zeigt eine Art Entfremdung des Selbst und soll offenlegen, dass marginalisierte Personengruppen häufiger von Ausgrenzung betroffen sind und sich damit „Am Rand“ unserer Gesellschaft befinden.
(Rt)

Youmilyne Kamany: Am Rand