Vor Mathematik haben viele Schülerinnen und Schüler, gelinde gesagt, Respekt. Dieses schöne Fach, das die Fähigkeit des abstrakten und logischen Denkens fördert, aber auch voraussetzt, erregt immer dann mediale Aufmerksamkeit, wenn Lernstandserhebungen sowie Vergleichsarbeiten auf Landes- oder Bundesebene Defizite und mangelnde Kompetenzen offenlegen. Daraus zu schlussfolgern, dass es mit den Mathematikkenntnissen der jungen Generation komplett bergab ginge, wäre aber falsch.
Den Beweis für diese Behauptung kann man leicht durch zwei Gegenbeispiele führen: Tabea Reich und Clemens Deller aus der Klasse 10c des OHG können sich so für das analytische Denken begeistern, dass sie bereits zum wiederholten Mal am Landeswettbewerb Mathematik Baden-Württemberg teilnahmen und auch in diesem Jahr wieder einen ersten Preis erringen konnten. Der Wettbewerb findet seit 1987 alljährlich für Schülerinnen und Schüler der Klassen 5 bis 10 statt. In diesem Jahr nahmen 491 Jugendliche aus dem ganzen Bundesland daran teil; in Tabeas und Clemens' Altersklasse waren das etwa 100. Gelöst werden mussten vier von sechs Aufgaben aus den klassischen Gebieten Geometrie, Algebra, Wahrscheinlichkeitsrechnung und Zahlentheorie.
Mit ihrem Abschneiden als Erstplatzierte gehören Tabea und Clemens zur landesweiten Spitze. Dieses herausragende Ergebnis sorgt auch am OHG für Freude. Der stellvertretende Schulleiter des OHG Dr. Ingo Schmiedeberg gratulierte Tabea und Clemens im Beisein von deren Mathematiklehrer Felix Schmedt sehr herzlich zu ihrem Erfolg und überreichte ihnen ihre Urkunden sowie einen Buchpreis.
Übrigens ist Tabea nicht nur eine begabte Mathematikerin, sondern auch eine hervorragende Cellistin. Beim Wettbewerb "Jugend musiziert" nahm sie Ende Januar mit ihrem Cellotrio in der Kategorie "Kammermusik für Streichinstrumente" (Altersgruppe V) teil und wurde mit der bestmöglichen Bewertung von 25 Punkten zum Landeswettbewerb in Ditzingen weitergeleitet.