Von Pauline Hahne und Clara Bischofs (10d)
Fotos: Robin Kleinert (10c)
Seit über zwei Jahren haben wir sie sehnlichst erwartet und uns darauf gefreut, unsere Studienfahrt nach Rom. Nun war es endlich so weit. Am 1. März brachen wir, die Lateingruppe der Klassenstufe 10, spätabends in die kulturell und historisch wunderbare Stadt auf, mit deren Besuch auch ein vielfältiges und interessantes Programm sowie großartige Erfahrungen und viel Spaß verbunden sein würden. Der Bus brachte uns über Nacht in die italienische Hauptstadt, in der wir eine Woche im Hotel San Marco residieren durften.
Nach einem kurzen Eingewöhnen in den Zimmern erkundeten wir am Montag die Innenstadt und erlangten einen ersten Eindruck von so berühmten Sehenswürdigkeiten wie dem Kolosseum oder dem Forum Romanum. Trotz des etwas grauen Wetters und der langen Nacht war die Stimmung gut und die Entdeckungslust groß. Dennoch wurde bald der Rückweg zum Hotel angeschlagen, da wenigstens ein wenig Schlaf für die nächsten Tage sicher nicht schaden konnte.
Der Dienstag startete mit frischem, aber schönem Wetter. Gleich frühmorgens trafen wir unsere Stadtführerin, die uns den gesamten Tag über begleitete. Mit unvermindert guter Laune wurde die spanische Treppe bewundert, der Trevi-Brunnen wurde begeistert fotografiert und das Pantheon, ein antiker, römischer Tempel, bestaunt.
Nach einer kurzen Mittagspause, welche wir Schüler nutzten, um uns in kleinen Gruppen ein "Gelato" zu genehmigen, Andenken zu kaufen oder die Läden in Rom zu erkunden, wurde die Ara Pacis besucht. Dieser Altar des Friedens wurde von Augustus erbaut und gilt als historisch sehr interessantes Bauwerk. Auch das Mausoleum, das Grabmonument für Augustus und seine wichtigsten Familienmitglieder wurde besucht.
Danach, vom Nachmittag bis in den späten Abend, hatten wir Zeit, die beeindruckende Stadt auf eigene Faust zu erkunden. Abends im Hotel wurde der Tag mit einer müden, aber glücklichen Ansprache der Lehrer, die sich
in den nächsten Tagen wiederholen sollte, abgeschlossen.
Am nächsten Morgen startete die Gruppe am Termini, dem Hauptbahnhof Roms, und fuhr von dort per Bus zu den Domitilla-Katakomben. Diese Grabanlage ist eine der größten Roms und sehr weitläufig; dementsprechend nervös war die ganze Mannschaft bei dem Besuch der Gänge, doch der Reiseführer erwies sich als sehr zuverlässig und brachte uns alle wieder sicher ans Tageslicht.
Nachmittags fuhren wir Lateiner mit der Bahn zu den Ausgrabungen des etwas weiter entfernten Ostia antica, welches die Hafenstadt des antiken Rom war. Trotz dem kühlen, wolkigen Wetter war die Führung sehr interessant und gab einen lebensnahen Einblick in das Leben der Römer vor 2000 Jahren.
Der Donnerstag startete für uns mit wunderschönem sonnigem Wetter, dementsprechend strahlten die Ziele des Tages, das Kolosseum und das Forum Romanum, sehr einladend. Wir wurden aufgeteilt und durch die imposanten Bauten geführt; dabei erlangten wir einen tollen Einblick in die römische Geschichte und Architektur. Nach einer kurzen Essenspause besuchten wir noch das Nationaldenkmal Roms, Altare della Patria, von dessen hochgelegenem Dach man eine herrliche Aussicht auf die Stadt genießen kann.
Den letzten freien Abend verbrachte ein großer Teil unserer Gruppe an Schülern damit, einmal zusammen essen zu gehen. Nach einer abenteuerlichen Wanderung von dem Restaurant zurück ins Hotel haben wir alle noch etwas zusammen gelacht, bevor die ganze Mannschaft müde in die Betten fiel.
Am Freitag besuchten wir das letzte Ziel der Reise, den Petersdom im Vatikan. Sowohl wir Schüler als auch die Lehrer ließen sich von der beeindruckenden Kirche verzaubern und manche besuchten sogar auch die Kuppel, von der man eine großartige Aussicht auf Rom hatte. Nach der Erkundung des Doms besuchten wir Schüler ein letztes Mal Läden und Restaurants, dann wurde für die Fahrt eingekauft, gepackt und schließlich machten sich wir Lateiner auf die Heimreise.
Am Samstagmorgen, nach einer verschlafenen Busfahrt, kamen wir wieder an der Schule an, wo wir von unseren Eltern und Geschwistern freudig in Empfang genommen wurden.
Die ganze Fahrt war für uns alle ein voller Erfolg. Rom ist ein sehr schönes und interessantes Reiseziel und wurde von jedem genossen. Die Reiseführer machten die Entdeckung Roms großartig und spannend, doch auch die Möglichkeiten, die Stadt allein zu erkunden, wurden von uns sehr geschätzt. Im Übrigen ist gutes Schuhwerk bei der Erkundung Roms wärmstens zu empfehlen, denn durch eine Erkundung zu Fuß kann man Rom sehr schön erleben.
Diese Studienfahrt nach Rom wird uns allen noch lange als wunderschönes gemeinsames Erlebnis in guter Erinnerung bleiben.