40 Rucksäcke voller Hoffnung

OHG-Schüler*innen sammelten Schulranzen für ukrainische Waisenkinder

40 Rucksäcke, gefüllt mit Heften, Stiften und weiteren Schulmaterialien, haben Schülerinnen und Schüler des Ottheinrich-Gymnasiums Wiesloch am Ende des vergangenen Schuljahres für Kinder in der Ukraine gepackt. Nun wissen sie: Ihre Hilfe ist angekommen – und hat dort ganz konkrete Freude ausgelöst.

Die Idee zu der Spendenaktion stieß am OHG auf große Resonanz. Viele Klassen beteiligten sich, manche spendeten gleich mehrere Rucksäcke. Mit viel Engagement wurden die Schulranzen gepackt und für ihre Reise in die Ukraine vorbereitet. Dabei stand für die Schülerinnen und Schüler von Anfang an ein Gedanke im Mittelpunkt: Die Hilfe soll direkt bei Kindern ankommen, die sie dringend benötigen.

Möglich wurde der Transport durch den Mannheimer Verein Pro Vision Nothilfe e. V. Dieser sammelt und beschafft Hilfsgüter, organisiert deren Lagerung und Transport und engagiert sich zudem in der Öffentlichkeitsarbeit zur Situation von Menschen in Kriegs- und Katastrophengebieten.

Der Kontakt entstand über einen persönlichen Austausch von Lehrerin Heike Hellwarth mit Klaus Kepert. Kepert, der mit einer Ukrainerin verheiratet ist, unterstützt die Menschen in der Ukraine seit Beginn des Krieges und fährt regelmäßig selbst mit Hilfsgütern dorthin. Die Unterstützung von Kindern ist dabei für ihn zu einem besonderen Herzensprojekt geworden.

Die Rucksäcke wurden an das "Zhovkva Multidisziplinäre Bildungs- und Rehabilitationszentrum Zlagoda" in Zhovkva in der Region Lemberg übergeben. Dort leben und lernen Kinder, von denen viele nach Angaben Keperts über fast oder gar keine eigenen Schulmaterialien verfügen.

Die Freude war entsprechend groß. Jeder der 40 Rucksäcke wurde von einem Kind persönlich in Empfang genommen. Für die Schülerinnen und Schüler in Wiesloch wurde dadurch besonders greifbar, was ihre Spende bewirkt hatte: Aus den gesammelten Schulmaterialien war konkrete Hilfe geworden – und aus einem Rucksack ein persönliches Geschenk für ein Kind.

Eine besondere Rückmeldung erreichte das OHG am Mittwoch, 16. September. Klaus Kepert kam erneut an die Schule und übergab der Schulleitung ein Dankschreiben des ukrainischen Waisenhauses.

Für die Schule war dies ein bewegender Abschluss der Aktion. Denn die Spende hatte nicht nur auf ukrainischer Seite etwas bewirkt. Auch die Schülerinnen und Schüler des OHG konnten erfahren, dass Engagement unmittelbar helfen kann – und dass selbst eine scheinbar kleine Geste für andere Menschen eine große Bedeutung haben kann.

Ein herzliches Dankeschön gilt deshalb allen Schülerinnen und Schülern, Eltern und Klassen des Ottheinrich-Gymnasiums, die sich an der Aktion beteiligt haben. Sie haben dazu beigetragen, dass 40 Kinder in der Ukraine mit einem gefüllten Rucksack und hoffentlich mit einem kleinen Stück Freude in ihr neues Schuljahr starten konnten.