Von Anna Oettinger (J2) und Annika Kulinna (10c)
"Griechischer Wein" sollte die Hymne unserer Reise werden, ein Lied über die Einladung in eine fremde Kultur und einen geteilten Abend bei einem Glas Wein und einem guten Song. Wie auch Udo Jürgens' lyrisches Ich hatten wir die Ehre, für eine Woche in eine unbekannte Kultur eingeladen zu werden und ein wundervolles Gemeinschaftsgefühl mit aufgeschlossenen Griechen teilen zu dürfen.
Unsere Reisegruppe, bestehend aus 12 engagierten Schüler*innen, Frau Meid und Herrn Schmedt, landete nach einem langen Reisetag am Montag, dem 5. Oktober 2026 auf der griechischen Insel Santorini. Dort wurden wir kulinarisch mit einem Ausflug in die griechische Küche und in den Gesprächen in die Gerüchte-Küche der einheimischen Schülerinnen und Schüler der Thira Middle School begrüßt.
Während der folgenden drei Tage hatten wir die Chance, uns im Rahmen von Workshops mit den Griechinnen und Griechen über schulische Partizipation und Nachhaltigkeit im Schulalltag auszutauschen. Doch auch die Weltkriegsverbrechen der Deutschen vor Ort und deren Bedeutung bis heute waren ein zentrales Thema unserer Studienfahrt, die von Erasmus+ gefördert wurde. In Varvoulos legten wir an einem Denkmal für fünf Männer, die von der deutschen Wehrmacht hingerichtet wurden, Blumen nieder.
Darüber hinaus erlebten wir morgendliche Schwimmeinheiten im Meer zum Sonnenaufgang, die Erkundung einer Vulkaninsel, einen Ausflug nach Oia, eine Tour durch die antike Ausgrabungsstätte Akrotiri und eine Führung durch das Tomato Industrial Museum, natürlich inklusive Verkostung. Zu unseren persönlichen Highlights der Woche zählen ein besonderer Ausflug ins Meer mit Höhen und Tiefen, viele Runden Karaoke im griechischen Reisebus, ein ungeschönt-berührendes Gespräch über griechische Erinnerungskultur, gefüllt mit Vergebung, Line Dance an den unerwartbarsten Orten und der angeblich schönste Sonnenuntergang der Welt.
Was uns von unserer Reise bleiben wird, sind eine frische Sommerbräune, neue Bekanntschaften aller Art, mehrere hundert Fotos, aber vor allem eine neue Perspektive auf die Welt. Insgesamt durften wir mit vielen neuen Denkanstößen, Ideen und Geschichten im Gepäck nach Hause reisen und konnten die Griechinnen hoffentlich ebenfalls durch unsere Projekte und Vorschläge bereichern. Wir bedanken uns für eine episch-magische Woche und ein offenherziges, ungezügeltes Willkommen.